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Tiffany, Stained Glass
Tiffany Glas wird meist in ca. DINA4 großen
Platten (oder größer) verkauft. Es hat eine
unglaubliche Leuchtkraft und Farbintensität
und lässt sich wunderbar verarbeiten.
Notwendig sind vor allem ein Glasschneider
und die dazugehörige Brechzange. Des
weiteren können ein so genannter Zagg-Zagg
oder eine Kröselzange sehr hilfreich sein.
Wer besonders ausgerüstet sein möchte,
kann sich auch eine spezielle Handfeile oder
eine elektrische Schleifmaschine zulegen.
Künstlertipp:
Laurie Glynn
www.glynn.ch
Sicherheitsglas, Tempered Glass
Sicherheitsglas ist ideal um Collagen oder
kleine Malereien unter das eigentliche
Mosaik zu arbeiten. Auch eignet es sich sehr
gut für Glas-auf-Glas-Arbeiten (z.B. kleine
Gläser für Teelichter).
Man arbeitet mit einem transparent
trocknenden Flüssigkleber. Spezielle
Werkzeuge sind nicht notwendig.
Künstlertipp:
Ellen Blakeley
www.ellenblakeley.com
Millefiori
Millefiori (übersetzt "Tausend Blumen") sind
kleine "Glasblumen", die einzeln, das heißt
bereits geschnitten verkauft werden, aber
auch noch in Stangenform erhältlich sind. Es
empfiehlt sich eine Mosaikzange, um die
Millefioristangen schneiden zu können bzw.
die einzelnen Millefiori zu halbieren oder zu
vierteln.
In Ravenna/ Italien werden typische
Mosaiken verkauft die in einer Mischtechnik
aus Millefiori, Smalten, Tiffany- und
Wasserglas entstehen. Die Mosaiken
arbeiten mit farbigem Kleber auf
Zementbasis und bleiben unverfugt.
Künstlertipp:
Laurel Skye
http://homepage.mac.com/laurelskye
Polymer Clay
Die in Deutschland wohl bekannteste
Polymer Clay Firma ist "Fimo". Fimo lässt
sich beliebig kneten und formen und wird im
haushaltsüblichen Backofen "gebrannt". Vor
dem Brennen können z.B. Muster gestempelt
oder Initialen geritzt werden. Es kann mit
Farbe, Goldpuder, Perlen und Pailletten
gearbeitet werden. Besonders spannend ist
auch das Übertragen von Fotos. Im harten
Zustand können mit Hilfe von Découpage
Bilder geklebt werden.
Das Polymer Clay Mosaik bleibt häufig
unverfugt.
Künstlertipp:
Laurie Mika
www.mikaarts.com
Buchtipp:
Laurie Mika
Mixed Media Mosaics
Picassiette
Die Idee des Mosaiks aus alter Töpferware,
Porzellan, Steingut und sonstigen
Fundstücken, nennt man auch „Picassiette“-
Technik (Picassiette kommt aus dem
Französischen und bedeutet grob übersetzt
etwas wie „Tellersammler“).
Ein Hammer gehört zu den Basiswerkzeugen
(zum Zerschlagen von Fliesen oder
Geschirr). Daneben kann eine Mosaikzange
helfen kleinere Bruchstücke zu "schneiden"
oder Kanten abzurunden. Bei Fliesen
können exakte Schnitte auch mit einem
Fliesenschneider erreicht werden.
Künstlertipp:
Dawn Mendelson
www.daybreak.mendelsondesign.com
Buchtipp:
Kaffe Fassett
Mosaik
Kieselsteine (altgriechisch)
Kieselsteine sind ein klassisches
Mosaikmaterial, das auf die alten Griechen
zurückzuführen ist.
Besonders eignen sich Kieselsteine für
Bodenmosaiken im Gartenbereich.
Kieselmosaiken bleiben unverfugt und
überzeugen durch ihre interessante
Oberflächenstruktur.
Werkzeuge sind nicht unbedingt notwendig,
dennoch gibt es einiges zu beachten
(Untergrund, Steinarten...), so dass es
ratsam ist, sich genau über die Technik zu
informieren.
Künstlertipp:
Maggy Howarth
http://maggyhowarth.co.uk
Buchtipp:
Maggy Howarth
Kieselstein-Mosaik
Steintesserae (altgriechisch/altroemisch)
Marmor und Granit wurden von den alten
Griechen und später im Römischen Reich
verwendet.
Beides kann bereits in Würfelform gekauft
werden, oder aber in Streifen, die mit Hilfe
von Hammer und Dorn oder einer
Brechzange zu kleinen Quadraten zerteilt
werden können.
Marmor hat drei verschiedene Oberflächen:
eine polierte Oberseite, eine raue Unterseite
und eine grobe Bruchkante. Die drei können
unterschiedlich zum Einsatz kommen.
Künstlertipp:
Bruno Rodi
www.mosaik-handwerk.de
Industrieglas, Murano Glas
Industriell hergestellte Mosaiksteinchen
haben eine Einzelgröße von 1x1cm oder
2x2cm und sind in der Regel auf
Papierbögen oder Netz aufgeklebt erhältlich.
Mit Emaille- , Kupfer- oder Farbeinschlüssen
marmorierte Muranoglassteine bieten einen
besonderen Reiz.
Die Mosaiksteine lassen sich mit einer
Mosaikzange beliebig zurecht knipsen.
Künstlertipp:
Emma Biggs
www.emmabiggsmosaic.net
Buchtipp:
Emma Biggs und Tessa Hunkin
Mosaic Patterns
Smalten (Byzantinische Technik)
Die Verwendung von Smalten geht auf die
byzantinische Zeit zurück. Viele heutige
Künstler, auch außerhalb der traditionellen
Mosaikwerkstätten, sind von den Qualitäten
des speziellen Glases überzeugt.
Smalten existieren in Tausenden von
Farben, und man erhält sie meist fertig
zugeschnitten in der Größe 10x15mm. Um
die dicken und massiven Smalten weiter zu
zerkleinern, bedient kann man sich der
Mosaikzange.
Smaltenmosaiken werden nicht verfugt.
Daher setzt man Smalten sehr eng
aneinander. Zu große Lücken stören das
Gesamtbild.
Künstlertipp:
Martin Cheek
www.martincheekmosaics.com
Weitere Materialien
Muscheln, Perlmutt,
Glasperlen, Glasnuggets,
Softglas, Sicis-Glas
Wasserglas, Spiegelglas, Goldsmalti,
Ceraton, Lilliput-Keramik, Flip-Keramik,
Edelstahlsteinchen,
Luzy-Mosaik,...
Buchtipp:
Elaine M. Goodwin
Klassisches Mosaik selbst gestalten
Mosaiken können sich aus ganz unterschiedlichen
Materialien zusammensetzen, wie bereits die
historische Entwicklung deutlich gemacht hat. In
einem einzelnen Mosaikwerk ist meist nicht nur ein
einziger Werkstoff zu finden. Das 21. Jh. legt keine
Regeln fest, die den Künstler in irgendeiner Form
binden. Allein sein persönlicher Geschmack und die
technischen Möglichkeiten entscheiden über die
Zusammensetzung des Bildes.
Es lohnt sich in jedem Fall zu experimentieren.
Buchtipp:
Laurel Skye
Mosaic Renaissance:
Reviving Classic Tile Art with Millefiori
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